Damen I wieder voll auf der Höhe

Aus ihrem kleinen Tief haben sich Marktstefts Frauen befreit. Dem 32:18 gegen Waldbüttelbrunn geht eine Sitzung voraus, in der sie sich auf die Zukunft einschwören.

Ihren Sieg ließen sich die Marktstefter Spielerinnen nachher schmecken. Anne Hering hatte gebacken und ihr Werk zum gemeinsamen Verzehren mitgebracht. Nachdem der Kuchen noch auf Fotos festgehalten worden war, wanderten die ersten Stücke auf die Teller. Passend dazu war ihre Leistung beim 32:18 (12:6) über Waldbüttelbrunn: „erste Sahne“.

Zu viel aus dem Stand gespielt

Nach Spielende strahlte Trainerin Valentina Dennerlein. Mit dem bisher höchsten Saisonsieg hatte sich der TV Marktsteft am Samstagabend von den vorherigen Spielen befreit, in denen die junge Mannschaft so manche Schwierigkeiten offengelegt hatte. Nach elf Siegen, aber seit der Winterpause nur noch knappen Erfolgen, hatte sie zuletzt in Lohr sogar verloren. „In den vergangenen Wochen haben wir zu viel aus dem Stand gespielt. Wir wollten mit der Brechstange durch die Abwehr“, erklärte Dennerlein.

A-Jugend des TV Marktsteft in der Meisterspur

Die Spannung im Spitzenspiel gegen Erlangen blieb aus. Stattdessen entwickelte sich eine einseitige Partie zugunsten des Tabellenführers. Drei Spieler überragten.

TV Marktsteft – HC Erlangen 29:15 (14:9)

Die Tabelle der Landesliga Nord der A-Jugend-Handballer kündigte ein Gipfeltreffen an. Spitzenreiter TV Marktsteft empfing den HC Erlangen, der mit 12:6-Punkten angereist war und im Hinspiel den Marktsteftern den einzigen Punktverlust der bisherigen Saison beigebracht hatte. Doch aus einem Gipfeltreffen wurde nichts, da die Begegnung viel zu einseitig verlief. Die Gastgeber diktierten das Geschehen beim 29:15 (14:9)-Heimsieg nach Belieben.

Dass die Gäste zwei Rückraumspieler an ihre Jugend-Bundesliga-Mannschaft abgeben mussten, blieb auch TVM-Trainer Florian Hähle nicht verborgen. „Das war heute nicht ihr Rückraum aus dem Hinspiel“, konstatierte der Übungsleiter. Außer der Momentaufnahme des 5:4 (12.) waren die Gastgeber 60 Minuten lang die Chefs im Ring und in allen Belangen überlegen. Florian Hähle sah sein Kollektiv auch als wichtigen Faktor. „Die Jungs haben sich als immer geschlossenere Mannschaft entwickelt“, bescheinigte Hähle seinem Ensemble.

Marktsteft bleibt die Ruhe selbst

Mit einer starken Abwehrleistung sichern sich die Marktstefter den 22:20-Sieg gegen Rödelsee. Nun wartet im Titelrennen das womöglich wegweisende Duell.

Den Applaus hatten sich beide Teams verdient – der TV Marktsteft, weil er in einer bis zum Schluss spannenden Begegnung mit 22:20 (11:10) siegte, und der TSV Rödelsee, weil er am Samstagabend lange Zeit dagegen- und so die Partie bis kurz vor Schluss offengehalten hatte. Am Ende gab es nach dem jüngsten 27:33 gegen Mainfranken eine weitere Niederlage, das endgültige Aus im Titelrennen.

 

Die Marktstefter bestimmten entschlossen die Anfangsphase und hätten bei besserer Abschlussquote höher führen können. Durch ihre kompakte 6:0-Abwehr riegelten sie den eigenen Kreis ab. „Wir haben im Innenblock sehr gut gedeckt. Alles, was aus dem Rückraum auf das Tor kam, haben wir geblockt oder gehalten“, sagte Marktstefts Trainer Raimo Wilde zufrieden.