Marktsteft bleibt ein Meister der Spannung

TSV Herrsching – TV Marktsteft 25:25 (14:12). Knappe Spiele gehören bei der A-Jugend des TV Marktsteft mittlerweile zum Alltag. Nach der unglücklichen Niederlage eine Woche zuvor gegen die DJK Rimpar geriet auch die Partie in Herrsching zum Zitter- und Geduldsspiel.

Die Marktstefter waren im Vergleich zu den Vorwochen nur schwer ins Spiel gekommen. Vor allem Herrschings offensive Abwehr ließ sie oft verzweifeln. Teilweise fehlten ihnen aber auch vorne die Ideen. Bis zum Stande von 9:8 hielten sie mit, dann setzte sich Herrsching auf 14:9 ab, weil die Abwehr der Gäste sichtlich überfordert war. Erst kurz vor der Halbzeit platzte bei ihnen der Knoten. Vor allem die Umstellung in der Abwehr stellte Herrsching vor Probleme.

Rödelsee wehrt sich lange gegen Marktsteft

Es war ein harter Kampf im Kitzinger Sickergrund, und erst kurz vor dem Ende konnten sich die Marktstefter sicher sein, ihn gewonnen zu haben. Der TSV Rödelsee bot dem noch ungeschlagenen Tabellenführer verbissen Paroli – auch wenn die Verhältnisse zwischendurch schon geklärt schienen. Nach zehn Minuten auf Augenhöhe setzte sich Marktsteft in der Folge von 5:5 auf 9:5 ab.

Das Derby nahm offenbar seinen erwarteten Lauf, vor allem, als sich dieses Spielchen nach der Halbzeit wiederholte und die Gäste erstmals mit fünf Toren vorne lagen (14:9). Doch die Rödelseer gaben noch nicht auf – und kamen wieder heran.

Taktisch clever agiert

SV Obertraubling – TV Marktsteft 18:20 (11:8). Nach fünf Minuten lagen die Marktstefterinnen mit 1:4 in Rückstand. Mitte des ersten Durchgangs hatten sie ausgeglichen – und waren damit endgültig in der Partie angekommen. Ein Problem blieb die Chancenverwertung, wie Trainer Vilo Vitkovic sagte. Zu viele klare Möglichkeiten ließ Marktsteft im Angriff aus. So führte Obertraubling zur Halbzeit wieder mit drei Treffern. Offensiv musste der Aufsteiger im zweiten Abschnitt also zulegen. Doch obwohl das Team sich nun auch im Angriff verbesserte und zu einigen einfachen Toren kam, verteidigte die Heim-Sieben bis acht Minuten vor dem Ende ihren Vorsprung. Dann war Marktsteft zur Stelle und ging durch Ina Hertlein erstmals seit der Anfangsphase in Führung. Marktstefts beste Schützin war es auch, die die Begegnung zwei Minuten vor Schluss mit dem Tor zum 20:18 entschied. „Wir konnten uns über 60 Minuten auf eine gute Abwehrleistung verlassen und haben taktisch clever agiert“, sagte Vitkovic.