Derby als klare Sache

Eine Halbzeit lang verlief das Duell der Lokalrivalen ausgeglichen, aber im zweiten Abschnitt drehte eine Mannschaft auf und gewann noch mit deutlichem Vorsprung.

Landesliga B-Jugend männlich

TV Marktsteft – TSV Rödelsee 28:20 (13:11)

Ein ausgeglichenes Derby lieferten sich die beiden Lokalrivalen in der ersten Halbzeit. Dem Ergebnis lag bestimmten die Marktstefter allerdings das Geschehen. Sie lagen nicht einmal in 50 Minuten zurück und mussten auch nur viermal den Ausgleich hinnehmen. „Es war ein schönes und faires Derby“, lobte Florian Hähle beide Mannschaften. Der Übungsleiter der Hausherren sah seine Spieler in der zweiten Hälfte als „entschlossener und mit besserer Körpersprache“. Außerdem hätten sie seine Vorgaben endlich umgesetzt. Zur Überlegenheit nach dem Wechsel trug auch die veränderte Abwehrformation bei. Marktsteft stellte auf 5:1 um, was den Rödelseern spürbar Probleme bereitete. Als beste Spieler nannte Hähle Rödelsees Torwart Jan Baumann und seinen Schützling Franz Wolf, der nicht nur neun Treffer erzielte, sondern auch seine Defensiv-Aufgabe bei der 5:1-Deckung sehr gut umsetzte.

 

Marktsteft: Franz Wolf 9, Christoph Wendel 8, Oliver Ceronau 4, Tim Etzelmüller 3, Tobias Seitz 2, Nico Baumann 1, Marcel Kwias 1. Rödelsee: Kai Chrischilles 6, Niklas Hammer 4/1, Leon Deppisch 3, Noah Hess 3, Moritz Zerr 2, Fabian Zieser 1, Christoph Deppisch 1.


Bayernliga A-Jugend weiblich

SV Mering – TV Marktsteft 24:33 (14:19)

Es war sicher nicht die beste Saisonleistung, die Marktsteft beim Tabellenletzten an den Tag legte, zwei Punkte gab es aber dennoch für den ungefährdeten Sieg. Vielleicht erklärt sich die Vorstellung auch mit dem Fehlen von Saide Kaingu und Sophie Wendel. Gute Aktionen im Angriff wechselten sich mit unerklärbaren Aussetzern in der Abwehr ab. Die Abstände in der 3:2:1-Abwehr waren zu groß, so dass immer wieder die SV-Spielerinnen frei vor Torfrau Maren Fahmer auftauchten und trafen. Nach einer Marktstefter Auszeit (23.) lief es besser – allerdings nur bis zum Pausenpfiff. Im zweiten Abschnitt fielen die Gäste wieder in ihren alten Trott zurück. Mering, im Hinspiel noch mit 50:23 abserviert, verkürzte Mitte der zweiten Hälfte auf 21:22. Mehr ließen die Schützlinge von Nadine Arlt aber nicht zu. Routiniert und mit einer konsequenteren 5:1-Deckung setzten sie sich wieder ab und gewannen sicher, aber glanzlos.

Mering: Alina Birnkammer 10/4, Keppler 4, Bühler 4, Laaber 2, Leonie Birnkammer 2, Zimmer 2. Marktsteft: Amelie Müller 13/1, Cara Reuthal 7/1, Pia Weiß 6, Sarah Reinertz 3, Alina Streng 1, Antonia Otto 1, Melissa Zerr 1, Anna Müller-Scholden 1.