A-weiblich lässt die Halle beben

Lange liefern sich Marktstefts Mädchen im Bayernligaspiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Stadeln. Fünf Sekunden vor Schluss greift sich Cara Reuthal entschlossen den Ball.

TV Marktsteft – MTV Stadeln 34:33 (16:14). Fünf Sekunden vor dem Ende war Marktstefts Sieg und damit die Revanche für die Vorrundenniederlage perfekt. Kaum einer in der gut besuchten Halle ahnte anfangs, dass es so eng werden würde. Die Gastgeberinnen waren besser gestartet. Amelie Müller erzielte das 4:1, konnte aber in der ersten Hälfte nicht länger als zehn Minuten spielen, da sie unglücklich am Auge erwischt worden war. Sarah Reinertz vertrat sie bestens auf links außen.

Marktsteft hielt bis zur Pause meist eine Drei-Tore-Führung – auch weil Sade Kaingu im Tor einige Bälle stark parierte, darunter die ersten drei Siebenmeter. Das war wichtig, nachdem Maren Fahmer sich eine Woche vorher einen Finger gebrochen hatte und Kaingu somit einzige Torhüterin war. In der zweiten Hälfte verteidigte Marktsteft zunächst die knappe Führung – bis Stadeln nach 40 Minuten erstmals mit 19:20 vorüberzog. Cara Reuthal glich wieder aus und spielte auch sonst sehr gut. Sie half Marktsteft durch ihre tollen Tore im Eins- gegen-Eins-Spiel. Alina Streng traf in dieser Phase mit zwei schönen Toren vom Kreis.

 

Ab der 48. Minute wechselte die Führung ständig. Nachdem Marktsteft wieder drei Tore vorgelegt hatte, reagierte Stadeln mit einer Auszeit. Der Effekt: Gut fünf Minuten vor Schluss war der MTV auf 31:30 dran. Beim Stand vom 33:33 und einer Minute Spielzeit nahmen nun auch die Marktstefter Trainerinnen Nina Dennerlein und Nadine Arlt die Auszeit. Sie stellten die Mannschaft noch einmal neu ein – und tatsächlich holte Amelie Müller einen Siebenmeter heraus. Die Uhr stoppte bei 59:55 Minuten. Cara Reuthal ging entschlossen zum Punkt und traf zum späten Erfolg.

Marktsteft: Cara Reuthal 14/5, Anna Müller-Scholden 7, Sophie Wendel 5, Sarah Reinertz 3, Amelie Müller 2, Alina Streng 2, Pia Weiß 1.