Marktsteft stillt Torhunger

Mit 55:24-Toren fegte der Stefter Nachwuchs das oberbayerische Kellerkind aus der Mehrzweckhalle. Nur einer Mannschaft gelangen in dieser Saison einmal mehr Treffer.

TV Marktsteft – HSG Würm-Mitte 55:24 (32:10)

Nach dem knappen 33:32-Hinspielsieg erwarteten die Marktstefter Mädchen auch vor heimischer Kulisse ein Spiel auf Augenhöhe. Wie im Auswärtsspiel bei der seit 1986 bestehenden Handball-Spielgemeinschaft der Vereine TV Planegg-Krailing und TSV Gräfelfing begannen die Schützlinge von Nadine Arlt stark. Nach sieben Minuten führten sie bereits durch schöne Ballgewinne und schnelles Umschalten mit 9:0. Gäste-Trainer Martin Stenzel nahm beim 11:1 die erste Auszeit, die Erfolg brachte (11:3). Aber nur kurzfristig. In der Folge setzten sich die Marktstefterinnen über 22:5 (18.) bis zum Pausenstand von 32:10 ab. 42 Treffer in 30 Minuten – ein Ergebnis, das in vielen anderen Klassen als Endergebnis zu Buche steht.

Marktstefts Sieg für die Seele

TV Marktsteft – MTV Stadeln 26:23.

Betreuer Thomas Hetterich brachte es auf den Punkt. „Der Sieg war wichtig für die Seele des Handballs in Marktsteft.“ Er bringt dem Aufsteiger wieder Hoffnung, nachdem der Anschluss an das hintere Mittelfeld der Tabelle hergestellt ist.

Gegen Tabellennachbar Stadeln kam Marktsteft „ein Wahnsinns-Start“ (Hetterich) zugute. Mit 6:0 führten die Gastgeber nach zehn Minuten. Im gesamten Spiel überzeugte die TVM-Abwehr. Anfangs leitete TVM-Torhüter Felix Lang manchen Gegenstoß ein. Stadeln fand mit der Zeit besser ins Spiel, doch Marktsteft ließ die Gäste zunächst nicht näher als vier Tore herankommen. Im zweiten Abschnitt hatte der Aufsteiger in der Anfangsphase seine Probleme, beim 16:14 (44.) bis zum 19:17 (50.) stand das Spiel auf der Kippe. Durch Tore von Marius Olbrich und Stefan Bayer zogen die Gastgeber auf 24:19 (56.) weg, mit dem 26:20 (58.) war das Ding gelaufen. Marktsteft hatte dank Florian Lang und Kein Pfeiler Stadelns Kreisspieler gut im Griff und setzte über Dominik Thorwarth und Florian Irmler immer wieder Akzente.

Den guten Vorsätzen folgen keine Taten

Aufsteiger Marktsteft startet mit einer Niederlage ins Jahr 2018. Trainer Vitkovic nennt selbstkritisch die Gründe.

Vorgenommen hatten sich die Marktstefter Handballer nach einer spielfreien Pause von drei Wochen über den Jahreswechsel viel, doch nur wenig war davon bei der 23:30 (10:15)-Niederlage gegen den TV Münchberg zu erkennen. Zurecht zogen die Gastgeber den Kürzeren gegen ihre in vielen Punkten überlegenen Gäste aus dem oberfränkischen Landkreis Hof.

Das 1:0 durch Marius Olbrich per Siebenmeter nach 44 Sekunden blieb die einzige Marktstefter Führung in der gesamten Partie. Angeführt von Vit Kalas und Jan Lad im Rückraum sowie Jakub Skvaril auf der rechten Außenbahn nahmen die Münchberger das Spiel in die Hand, führten nach sechs Minuten beim 4:2 mit zwei und nach zwölf Minuten beim 8:4 bereits mit vier Toren. Das tschechische Trio, das zusammen 17 der 30 gegnerischen Tore erzielte, bekam die Marktstefter Abwehr zu selten einmal in den Griff. Die einfachen Wurferfolge des Gegners ergaben sich dabei aus einer zu statisch agierenden Verteidigung, die Skvarils Würfe von außen oder von Lad und Kalas aus dem Rückraum nicht entscheidend verhindern konnte.